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Regency-Schatulle mit Chinoiserie in Penwork, England, um 1815

Quaderförmiger Korpus mit umlaufend gemalter Blumenbordüre in Ocker, Zinnoberrot und Gold auf schwarzem Grund. Der vierseitig gefaste Deckel mit umlaufender Blütenbordüre in Penwork und zentraler Darstellung vornehmer Damen in einem Garten, einem Musiker lauschend, ausgeführt in Penwork mit feinen Goldakzenten. Originale Eisenscharniere, originales Schloss mit ergänztem Schlüssel. Innen originale Auskleidung mit rotem Papier.

Penwork erlebte seine Blütezeit zwischen 1815 und 1850 und entstand zumeist in Heimarbeit, obschon es auch hier professionelle Anbieter vor allem in Tunbridge Wells gab. Vornehmen Damen jener Zeit war es nicht gestattet gegen Entgelt zu arbeiten. Sie wurden aber dazu angehalten, sich künstlerisch zu betätigen: Musik, Malerei und Handarbeiten gehörten zur standesgemäßen Beschäftigung. Im Bereich der Malerei blieb es jedoch nicht bei Gemälden und Aquarellen. Die Damen beschäftigten sich zunehmend mit der Ausgestaltung von Schatullen aus Ahorn oder anderen hellen Hölzern in unterschiedlichen, bereits im 18. Jahrhundert erfundenen Techniken, so auch mit Penwork. Dabei wird ein Motiv zunächst auf den Korpus des Objektes mit einem Bleistift vorgezeichnet und anschließend mit Feder und Tusche (daher der Begriff „Penwork“) gezeichnet. Der Hintergrund wurde zumeist mit Pinsel und Tusche geschwärzt. Anschließend wurde das Objekt genau wie ein Gemälde mit Firnis überzogen. Es gab etliche Vorlagenlieferanten. Zu den berühmtesten gehörte Ackermanns Repositorium in London, der Stichvorlagen unterschiedlichster Art lieferte. Anleitungen zur Technik und Gestaltung gab es in verschiedenen Magazinen bereits seit dem Ende des 18. Jahrhunderts, eine regelrechte Schwemme seit den 1820er Jahren. Trotz eventueller Verwendung gleicher Vorlagen, liegt es in der Natur der Sache, dass Penwork-Schatullen immer Unikate sind.

Vgl.: Riley, Noel: Penwork a Decorative Phenomenon. Wetherby: Oblong, 2008

Erhaltung: Diese Schatulle ist ungefähr 200 Jahre alt. Sie kann und sollte auch nicht „wie neu“ sein. Leider wurde sie zwischenzeitlich mit Nägeln zusammengehalten. Diese wurden größtenteils entfernt, nur ein Nagel wurde belassen (linke Seitenwand hinten), da mit größeren Schäden durch das Entfernen gerechnet werden konnte. Der Boden wies eine Schrumpffuge auf und wurde ausgespänt. Ein abgebrochenes Stück Holz am Stand vorne rechts wurde ergänzt und beigearbeitet. Die gelösten Verbindungen wurden verleimt. Die Oberfläche weist etliche kleine Kratzer auf. Der originale Firnis ist teilweise abgesprungen. Um die Malerei zu schützen wurde ein dünner Firnisfilm aufgetragen. Der nicht ganz perfekte Zustand wurde im Preis berücksichtigt. Bitte bedenken Sie, dass solche Schatullen normalerweise im vierstelligen Bereich liegen.


Einzigartig!

Maße: H 6,2cm, B 18,9cm, T 13,9cm

Preis: 580,00€
zzgl. 8,00€ Verpackung und Versand



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